Neue Studie: 41% EU-Verbraucher ohne Zugang zu Finanzdienstleistungen

Neue Untersuchungen von Signicat zeigen, dass 41% der Verbraucher in Europa während dem COVID-19 Shutdown nicht in der Lage waren neue Finanzdienstleistungen einzukaufen. Die Gründe dafür liegen vorwiegend in der fehlenden Verfügbarkeit von digitalen Diensten und den Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit bei mehr als einem Drittel der Verbraucher.

Darüber hinaus sind diese Ergebnisse der neuesten Signicat Studie sicherlich auf einer Kombination aus Pandemie-Beschränkungen und dem fehlenden Zugang zu digitalen Angeboten zurückzuführen. Die Befragung von über 4000 Verbrauchern ergab, dass zwei Drittel der Verbraucher nach diesen schlechten Erfahrungen zukünftig Verbesserungen erwarten. Eine dieser Verbesserungen sollte darin bestehen, dass Kunden Ihre Identität zu 100% digital verifizieren und damit die neuen relevanten Services sofort in Anspruch nehmen können.

Da viele Bankfilialen in den letzten Monaten geschlossen waren und sich die meisten Menschen nur auf kurze und absolut notwendige Erledigungen beschränkt haben, war der Zugang zu persönlich beauftragten Finanzdienstleistungen so eingeschränkt wie nie zuvor. Viele Verbraucher haben sich den Online- und Mobilkanälen zugewandt, doch für eine große Zahl von Personen war dies leider nicht möglich.

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COVID-19 als Katalysator für 100% digitales Onboarding

Auf die Frage, was sie von Finanzdienstleistern halten, die kein digitales Onboarding erlauben, d. h. die Bestätigung der digitalen Identität, ohne dass eine Filiale besucht werden muss, waren sich nur 20% dieser Einschränkung wirklich bewusst. Währenddessen ein Drittel nicht verstehen konnte, warum ein vollständig digitales Onboarding im Jahr 2020 nicht möglich ist. Zwei Drittel der Befragten sahen in COVID-19 einen Katalysator für 100% digitales Onboarding. Hingegen nur 14% stimmten dem nicht zu und sagten darüber hinaus, dass sie nicht erwarten, dass Finanzdienstleister aufgrund von COVID-19 stärker digital arbeiten würden.

SG_BattleToOnboard_registeration_page_illustration_vrs3-germanDie Ergebnisse, die im kommenden Bericht "The Battle to Onboard 2020 – Die Auswirkungen von Covid-19" veröffentlicht werden, kommen zu einem Zeitpunkt, der für viele Finanzdienstleister einen Wendepunkt darstellt.  70 % der Befragten hatten bereits ein Konto bei einem Finanzdienstleister mit digitalem Erstkontakt, wie z. B. einer Challenger-Bank und 69 % der Befragten hielten das Angebot für besser als traditionellere Dienstleistungen. Diejenigen, die mit ihren Erfahrungen während dem Covid-Shutdown unzufrieden waren, werden mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Mobile First-Konto wechseln. Da die meisten Verbraucher die Erfahrung eines mobilen Service nutzen und genießen, sind traditionelle Anbieter mehr denn je gefährdet. Die Chance, dass Verbraucher ihre alltäglichen Finanzen zu Challenger Banken verlagern ist gegeben.

SG_BattleToOnboard_registeration_page_illustration_vrs1-german"Unsere regelmäßigen Umfragen zum Konsumenten-Verhalten in Bezug auf digitales Onboarding haben ergeben, dass die Finanzdienstleistungen in den letzten Jahren Schwierigkeiten hatten, mit den Anforderungen der Verbraucher Schritt zu halten", sagte Asger Hattel, CEO von Signicat. "Eine der Auswirkungen der Pandemie ist es, dass diese Tatsache deutlich in den Fokus gerückt ist. Damit ist der Wunsch nach digitalen Dienstleistungen zu einem dringenden Bedürfnis geworden", sagte Asger Hattel, CEO von Signicat. Die heutigen Konsumenten erwarten wie digitale Kunden behandelt zu werden. Diese sollen, laut Angaben von Großbanken, 2-3 Mal profitabler und loyaler sind als reine Filialkunden".

"Die Mehrheit der Verbraucher wünscht sich Ihre Bankgeschäfte 100% digital abzuwickeln. Dazu gehörten auch die Anmeldung und das Onboarding. Das digitale Onboarding ist von entscheidender Bedeutung, da die Verbraucher es als eine Vorschau auf den kommenden Service sehen - eine schlechte Benutzererfahrung wird somit zu vielen abgebrochenen Anmeldungen führen.“

Die Umfrage spiegelt die Ergebnisse des 11:FS Insight-Reports zu COVID-19 wieder. Demzufolge führten die kurzfristigen Auswirkungen zu einem starken Anstieg des digitalen Bankgeschäfts in Kombination mit einer sinkenden Nutzung von Bargeld, Geldautomaten und Zweigstellen.

Diese Untersuchung ist Bestandteil des vierten Reports des regelmäßigen erscheinenden „Battle to Onboard“-Berichts von Signicat. Die Umfrage beschäftigt sich mit den Meinungen zum Thema digitales Onboarding im weiteren Sinne und wird noch in diesem Jahr veröffentlicht.  Registrieren Sie sich schon jetzt vorab, für ein Exemplar des Reports "The Battle to Onboard IV: Die Auswirkungen von Covid-19". Einfach auf den folgenden Banner klicken - Wir versenden den Bericht sobald er fertiggestellt ist.

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Methodik der Umfrage

Die von Signicat in Auftrag gegebene Umfrage wurde von Sapio Research im Mai 2020 durchgeführt und bestand aus einem Online-Fragebogen, der von 4043 Personen ausgefüllt wurde, die in den letzten 12 Monaten ein Finanzprodukt beantragt haben. Die Befragten verteilten sich auf das Vereinigte Königreich, Deutschland, die Niederlande, Belgien, Schweden, Finnland und Norwegen.

 

Beatrice von der Brüggen

Beatrice von der Brüggen

Regional Marketing Manager bei Signicat

Juli 16 2020