Teil 2: Identitäten schaffen Vertrauen

"Das menschliche Gesicht ist letztendlich nicht mehr und nicht weniger als eine Maske." sagte Agatha Christie, die berühmte Krimi-Autorin, einmal.


Einige Beispiele, in denen eine verifizierte Identität die Geschäftsprozesse sicherer macht.

Im digitalen Zeitalter ist es für jemanden sehr einfach, sein wahres Selbst zu verbergen und anonym zu bleiben. Menschen können leicht einen falschen Benutzernamen oder eine falsche Persönlichkeit kreieren oder die Identität einer anderen Person stehlen, mit dem Ziel zum Beispiel Geld zu ergaunern.

 

Vertrauen und Sicherheit sind unerlässlich

Für sicherere und professionelle Online-Prozesse ist es essentiell zu wissen, mit wem Ihr Unternehmen in eine Geschäftsbeziehung eintritt. Davon profitieren nicht nur Unternehmen, sondern auch der Kunde selbst. Eine Infrastruktur zu erschaffen, die auf Sicherheit basiert, ermöglicht es Betrug zu verhindern und Ihrem Kundenstamm ein sicheres Kauferlebnis zu vermitteln. Denn Vertrauen ist ein grundlegendes Element Ihrer Kundenbeziehung. Kunden wollen sich sicher fühlen und wissen, dass ihre Daten zu 100% geschützt sind.

Wie schafft man Vertrauen durch digitales Onboarding?

Eine digitale Identitätsprüfung ist eine effektive Möglichkeit festzustellen, dass eine Person auch wirklich diejenige ist, für die sie sich ausgibt. Eine Voraussetzung, die erfüllt werden muss, damit auch im Bereich Online qualitativ hochwertige und sicherere Geschäftsbeziehungen zu Fremden aufgebaut werden können.

Aber was genau ist Kunden-Onboarding?

Das Kunden-Onboarding ist der erste aktive Schritt des Kunden auf Ihr Unternehmen zu und somit wohl die wichtigste Handlung in der Geschäftsanbahnung. Das Ziel des Onboardings ist es den Kunden zu identifizieren bevor er Ihren Dienst nutzen kann.
Viele Unternehmen schaffen es leider nicht aus den Interessenten auch zukünftige Kunden zu machen. Einen erheblichen Anteil der Kunden verlieren Unternehmen zwischen der Anmeldung und der tatsächlichen Nutzung des Dienstes.

Was muss dafür getan werden? Eins ist mal ganz sicher - Kunden wollen auf keinen Fall durch einen langwierigen Verifizierungsprozess gehen. Es ist die Aufgabe der Unternehmen Voraussetzungen zu schaffen, die eine schnelle und benutzerfreundliche Verifizierung der Person ermöglichen. Absolute Bedingung dafür ist natürlich, dass weder bei der Sicherheit noch bei der Einhaltung von Vorschriften für regulierte Branchen Kompromisse eingegangen werden.

Das alles zu realisieren ist möglich? JA, es ist möglich!
Mit Hilfe einer automatisierten Online-Identitätsprüfung kann eine einfache, schnelle und sichere Registrierung und Autorisierung des Kunden realisiert werden. Die Sicherheit der Kundendaten ist dabei zu jeder Zeit gewährleistet.

Regulierte versus nicht regulierte Branchen

Es gibt eine gesetzliche Verpflichtung für regulierte Industrien, wie z. B. Finanzdienstleistungen und Immobilien, die Vorschriften des KYC- Prinzips (Know Your Customer) und des GwG-(Geldwäsche-Gesetz) einzuhalten.
Diese Vorschriften sind notwendig, da z. B. im Bankgewerbe die Sorge besteht, dass Kriminelle gestohlene Informationen zur Schaffung falscher Identitäten verwenden, um dadurch die Sicherheitsmaßnahmen von Banken zu umgehen. Darüber hinaus ergab eine Studie von Juniper Research, dass der Betrug bei Online-Zahlungen bis 2024 um 25 Milliarden Dollar zunehmen wird.

Regulierte Branchen benötigen eine absolut sichere Methode, um Identitäten auch digital zweifelsfrei zu überprüfen. Die Nichteinhaltung von GwG-Vorschriften kann zu schwerwiegenden Eingriffen in die bestehenden Prozesse und damit verbunden zu strafrechtlichen Sanktionen führen. Nicht in Form von Geld messbar ist hingegen die damit verbundene Rufschädigung eines Unternehmens und der Vertrauensverlust beim Kunden.

Natürlich gibt es auch eine Reihe von Branchen, in denen diese strikten Vorschriften nicht verpflichtend sind. Allerdings sollte man trotzdem nicht vergessen, dass das Wissen um die Identität des Kunden essentiell wichtig ist, um Betrug und Zahlungsausfälle zu vermeiden.

Betrachten Sie zum Beispiel eine Autovermietung wie Uber, mobile Apps für die Hausvermietung wie Airbnb oder auch Dating-Apps wie Tinder. Wie sicher ist es, ein Ferienhaus oder Wohnung über Bed and Breakfast an einen Fremden zu vermieten?
Vertrauen und Sicherheit sind auch hier die Basis. Trotzdem erstaunlich festzustellen, dass solche Branchen keinerlei freiwillige Methoden zur Überprüfung der digitalen Identität nutzen, auch wenn es gesetzlich nicht vorgeschrieben ist.

Battle-to-on-board-2020-german-blog-ctaGeprüfte Identitäten sichern nicht-regulierte Unternehmen

Angesichts der aktuellen Situation mit COVID-19 wird es zweifelsohne einen Boom neuer digitaler Plattformen geben. Daher ist es jetzt wichtiger denn je, dass diese Geschäftsinhaber sicherstellen, dass Ihre Kunden sicher und benutzerfreundlich auf einem Portal oder Service onboarden können.

Dies könnte zum Beispiel eine App sein, die es älteren oder auch gehandicapten Personen ermöglicht, während der Pandemie nach einem Freiwilligen zu suchen, der ihnen beim Einkaufen hilft oder mit ihrem Hund spazieren geht. In diesem Beispiel wird klar wie wichtig es wird, dass diese freiwillige Person vertrauenswürdig ist.

Auch Online-Marktplätze, Freelancer-Plattformen für Journalisten oder Designer, Taxi-Apps und Dating-Sites brauchen ein gewisses Maß an Sicherheit. Es gibt sehr aufsehenerregende Betrugsfälle bei z. B. Dating-Apps, die das Interesse an einer sicheren Identitätsprüfung wecken. In Amerika berichtete der Internet Crime Report 2019 des FBI, dass bei Online-Datings mittlerweile eine Summe von fast einer halben Milliarde US-Dollar ergaunert wurden, der zweitteuerste Betrug insgesamt. Menschen werden durch gefälschte Profile dazu verleitet, Geld zu versenden.

Viele Unternehmen verlagern Ihre Prozesse und sind daran interessiert Ihr Onboarding von Neukunden zu digitalisieren und gleichzeitig eine Identitätsprüfung zu integrieren.
Oftmals wird auch bereits über eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf weitere EU-Länder angedacht. In diesem Fall ist es sicherlich sinnvoll und vorausschauend eine entsprechend skalierbare Lösung dafür auszuwählen.
Neben der Möglichkeit weitere Identitäten von Kunden-Nationalitäten zu integrieren, können darüber hinaus auch Services genutzt werden, die die Korrektheit der jeweiligen Adressen bestätigen oder bereits vorhandene Einträge abgleichen.

Keine anonymen Geschäftsbeziehungen

Die Vorteile von modernen Identitätsprüfungen gehen weit über die bloße Minimierung von Risiken hinaus. Neben vertrauenswürdigen Geschäftsprozessen, ermöglicht die Digitalisierung von Dienstleistungen kundenfreundlichen Abläufe, die ein modernes Unternehmen heutzutage anbieten sollte.

Neuer Bericht: The Battle to Onboard

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Neu! Jetzt gibt es die Ergebnisse der Studie speziell aufbereitet für den deutschen Markt - kurz & knapp zusammengefasst und mit deutschen Marktinformationen ergänzt. Erkenntnisse, die Unternehmen helfen ein optimales Onboarding zu realisieren.

 

Wenn Sie zu dem Thema gerne weitere Informationen hätten, dann lesen Sie weiterhin unseren Blog oder sprechen Sie uns an unter (Kurt.Rindle@signicat.com) oder info.de@signicat.com

 

 

 

Beatrice von der Brüggen

Beatrice von der Brüggen

Regional Marketing Manager bei Signicat

Januar 20 2021