Halten elektronische Signaturen vor Gericht stand?

Gemäss eIDAS sind elektronische Signaturen rechtsverbindlich. Wie aber verschiedene europäische Länder mit der elektronischen Signatur in Gerichtsverfahren umgehen, ist unterschiedlich. Unser neuer Bericht gibt Ihnen einen Überblick.

Bei wichtigen Verträgen und Dokumenten ist es für beide Parteien von zentraler Bedeutung, dass die Vereinbarung Gültigkeit hat. Wenn sich die Parteien von Angesicht zu Angesicht treffen, kann die Identität des Unterzeichners leicht überprüft werden. Wogegen in vielen Fällen die Dokumente ja nur per E-Mail verschickt werden, sodass die andere Partei unterschreiben kann.

New call-to-action

In der heutigen Zeit ist es populär geworden, dass viele Prozesse digitalisiert werden und das betrifft natürlich auch das Thema Signaturen. Allerdings wirft dies wiederum Fragen zu den rechtlichen Aspekten elektronischer Signaturen auf. Insbesondere wenn es sich um Verträge und Vereinbarungen von hohem Wert oder Wirkung handelt, ist es wichtig, dass digital signierte Dokumente rechtsverbindlich sind. Denn sollte es einmal zu Meinungsverschiedenheiten kommen, können die Dokumente vor Gericht als Beweismittel verwendet oder sogar durchgesetzt werden.

In der Europäischen Union ist eIDAS (electronic IDentification, Authentication and trust Services) das Gesetz, welches die rechtliche Rolle von elektronischen Signaturen definiert. Die Verordnung kennt 3 Ebenen elektronischer Signaturen: einfache oder standardmäßige elektronische Signaturen (SES), fortgeschrittene elektronische Signaturen (AES) und qualifizierte elektronische Signaturen (QES).

Eine einfache Signatur ist, wie der Name schon sagt, oft nur eine einfache elektronische Unterschrift, wie z. B. ein Gekritzel auf einem Bildschirm. Eine fortgeschrittene elektronische Signatur (AES-Advanced Electronic Signature) nutzt in Gegensatz dazu oft eine vertrauenswürdige elektronische Identität, eine eID. Diese Art des Signierens erfreut sich zunehmender Beliebtheit, da eIDs häufig für den Zugang zu Dienstleistungen wie Bankgeschäfte und Steuererklärungen verwendet werden.

Wie gehen europäische Länder bei Gerichtsverfahren mit Signaturen wie AES um? Dies ist von Land zu Land unterschiedlich. Signicat beauftragte die Anwaltskanzlei Bird & Bird mit der Erstellung eines Berichts, der sich auf die rechtlichen Aspekte von AES konzentriert. Darüber hinaus wollten wir wissen wie verschiedene Länder in Europa damit in der Praxis umgehen: zum Beispiel als Beweis vor Gericht und wie sie rechtskräftig durchgesetzt werden können.

Die in diesem Bericht behandelten Länder sind Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland, Deutschland, die Niederlande und Belgien.

New call-to-action

Beatrice von der Brüggen

Beatrice von der Brüggen

Regional Marketing Manager bei Signicat

Juni 24 2020