Der Wert von digitalen Identitätsnachweisen und digitalem Onboarding

Die digitalisierte Gesellschaft bietet zahlreiche Chancen für Umsatzsteigerungen und Kosteneinsparungen.

The Battle to On-board III: die Zahlen für Deutschland

Im Rahmen des digitalen Onboardings von Kunden sind regulierte Unternehmen verpflichtet, die gesetzlichen Vorschriften für das KYC-Prinzip (Know Your Custumer) und die Prävention von Geldwäsche (GwG) zu erfüllen. Die Anforderungen schreiben vor, dass die angegebenen Daten überprüft und die Identitäten der Personen verifiziert werden. Üblicherweise wird dies mit umständlichen und papierbasierten Verfahren oder im Rahmen eines persönlichen Kontakts durchgeführt.

Die von Signicat in Auftrag gegebene Studie The Battle to On-board III [EN] hat 3.500 Erwachsene in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Finnland, Norwegen und Schweden zu ihren Erfahrungen mit dem Onboarding für Kreditkarten, Versicherungen und Kontoeröffnungen befragt. Die Untersuchung zeigte, dass 56 Prozent der Befragten 2018 den Onboarding-Prozess für ein Finanzprodukt abgebrochen haben. Mit anderen Worten: hier sind den Unternehmen potenzielle Umsätze entgangen. Als Grund für den Abbruch gaben die Befragten an, dass sie zu viele Informationen angeben mussten (30 Prozent), es sich anders überlegt hätten (30 Prozent) oder der Prozess zu lange gedauert hat (27 Prozent). Ungefähr ein Viertel war frustriert, in die Filiale gehen oder den Antrag per Post senden zu müssen (27 Prozent).

Neue Absatzmöglichkeiten für Unternehmen

McKinsey veröffentlichte 2018 eine besorgniserregende Zahl: Die Bundesbürger verbringen Millionen von Stunden mit der schriftlichen Beantragung der 35 häufigsten Dienstleistungen bei staatlichen Behörden. Dabei könnte nach Einschätzungen der Weltbank die Digitalisierung des öffentlichen Dienstes rund 110 Milliarden Stunden einsparen, insbesondere bei der Beantragung von Sozialleistungen. Auch eine Untersuchung von McKinsey aus 2019 zeigt, dass optimierte Prozesse die Onboarding-Kosten für Institutionen um 90 Prozent senken könnten. Die Plattform für verifizierte digitale Identitäten von Signicat spart den Kunden nicht nur Zeit, sondern reduziert auch die Kosten für das Onboarding. Durch den Einsatz der innovativen Technologien von Signicat konnte das niederländische Versicherungsunternehmen AEGON die Dauer des Onboarding-Prozesses pro Kunde von 4 Tagen auf 30 Sekunden senken.

Ein weiteres Beispiel ist die niederländische Rabobank mit ihren 8,4 Millionen Kunden weltweit. Mit der Technologie von Signicat gründete die Rabobank den mehrfach ausgezeichneten Service Rabobank Digital Identity. Die Plattform dient als Digital Identity Service Provicer (DISP) und ermöglicht mit den innovativen Verifikationsmethoden von Signicat folgende Services: länderübergreifendes digitales Onboarding, einfache Logins, elektronisches Unterschreiben und die zukunftssichere Archivierung der unterschriebenen Verträge. Für die Kunden entsteht so eine optimale Nutzererfahrung, während für die Unternehmen hohe Instandhaltungskosten entfallen. Mit Rabo Digital Identity ließen sich die Kosten für die Verifikation von Identitäten von 1,20 Euro auf 0,50 Euro senken. Das sind 58 Prozent weniger Kosten pro Transaktion. Mit knapp über 30.000 verifizierten Kunden pro Monat entstanden so Einsparungen in Höhe von 127.484 Euro.

In Kürze können Sie hier die deutsche Version von Battle to on-Board III lessen.

The Battle to On-board III | Download

Kurt Rindle

Kurt Rindle

Signicat Solution Sales Director for the DACH region

November 19 2019