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SDIKA – Pilotprojekt für die digitale Gesellschaft der Zukunft

Sichere Digitale Identitäten als zentraler Baustein

SDIKA soll über sichere digitale Identitäten die digitale Transformation voranbringen. Grafik: FZI, www.fzi.de

Karlsruhe, 1.10.2021 – Sichere digitale Identitäten sind entscheidend für die digitale Transformation: Sie schaffen das erforderliche Vertrauen in die Nutzung jener Systeme, die Menschen und Organisationen vernetzen. Ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) mit 15 Millionen Euro gefördertes Projekt – SDIKA (Sichere Digitale Identitäten Karlsruhe) – soll deutschland- und idealerweise bald europaweit übertragbare Anwendungsfälle realisieren. Beispiele sind der Karlsruher Pass, der auf einfache Weise berechtigten Bürger(inne)n hilfreiche Services ermöglichen soll, den Abgleich mit Datenbanken etwa für passende Knochenmarkspenden oder die digitale Gewerbeanmeldung.

SDIKA ist eines von vier Projekten des Digitalen Schaufensters. Das SDIKA-Projekt soll in den kommenden drei Jahren unter Federführung des Forschungszentrums Informatik (FZI) und des Karlsruher Amtes für Informationstechnik und Digitalisierung gemeinsam mit Konsortialpartnern wie Signicat entstehen.

Signicat unterstützt als Vertrauensdiensteanbieter (auf der sogenannten Issuer-Ebene) konkrete Anwendungsfälle im öffentlichen Sektor, um damit die Akzeptanz von digitalen Identitäten zu steigern. Auch das wichtige Thema „Self Sovereign Identities“ – also die Kontrolle über die eigene Identität durch die Anwender(innen) – will Signicat als zentrales Anliegen des Projekts mitgestalten: „Weg von zentralen Identitäten, mehr Kontrolle in Nutzerhand!“ heißt hier die Zielsetzung.

„Wir wollen die europaweite Expansion über die länderübergreifende Integration unterschiedlichster Anbieter und Verfahren forcieren. Mit Signicat ist durch die weiteren eIDs auch eine europäische Ausweitung möglich“, sagt Thomas Knecht, der Ansprechparter für SDIKA bei der Signicat GmbH.

Die Signicat-Plattform wird genutzt, um zunächst die Identitäten der Personen via nPA, yes® und Verimi zu verifizieren und dann ins Wallet zu laden. Wallets können als Hard- oder Software existieren. Diese Wallets sollen über eine Open Source, den SDI-X-Adapter, als Cloud- oder SSI-Wallet eingebunden werden können. „Wir wollen zuerst die nationalen eID-Methoden integrieren, möglich wäre es aber, mehr als 30 eIDs zu integrieren, sodass eine europaweite Lösung entsteht.“, erläutert Thomas Knecht.

Weiterführende Informationen zu SDIKA finden sich auf der Projektseite www.sdika.de.